Thomas Schaller (Präsident der USA-Niederlassung)

„Eine tolle Herausforderung“


Interview mit dem neuen Präsidenten der USA-Niederlassung von SCHLENK


Herr Schaller, Sie leben und arbeiten seit 14 Jahren in den USA. Im Juni sind Sie Präsident für die US-Niederlassung der Pigmentsparte geworden. Wie sind Sie eigentlich zu SCHLENK gekommen?

Ich bin gebürtiger Nürnberger und habe im September 1992 meine Ausbildung zum Industriekaufmann bei SCHLENK in meiner Heimatstadt begonnen. Ich hatte mich damals auf eine kleine Anzeige in der lokalen Zeitung beworben.

Und jetzt tragen Sie Verantwortung für Mitarbeiter und Geschäftsbereiche.

Ja, das ist eine tolle Herausforderung. Die US-Niederlassung der Pigmentsparte hat 17 Mitarbeiter und wir betreuen hauptsächlich die Bereiche der BU Coatings und Colorants sowie Inks und Graphic Arts. Aber auch die Pigmente der Sparte Metallic Materials sind für uns ein wichtiger Bestandteil geworden.

SCHLENK hat sich in einer kleineren Stadt im Nordosten der USA angesiedelt.

Ashland liegt in Massachusetts und hat circa 16.000 Einwohner. Dieser Ort befindet sich eine gute halbe Stunde westlich von Boston. Die Gegend hier ist typisch für Neuengland: Laubwälder, die einen herrlichen Indian Summer bieten, viele Seen und weiße Kirchen – ganz wie im Reiseführer.

Sie würden sich also wieder für die USA entscheiden?

Wir sind mit unserer Entscheidung von damals immer noch zufrieden. Ich bin schon im März 2000 als Produktmanager in die USA gegangen: Die Möglichkeit, dort arbeiten und leben zu dürfen, war für mich eine Herausforderung, die ich nicht ausschlagen konnte. Ich hatte noch keine Kinder, was es für mich und meine jetzige Frau Daniela leichter gemacht hat. Meine Söhne Luca, 12, und Leon, 6, sind beide in USA geboren.

War die Umstellung schwer?

Wenn man ins Ausland geht, selbst in einem Land wie Amerika, merkt man schnell, dass vieles ganz anders ist und man sich erst einarbeiten muss. Das hat aber den Reiz, dass man jeden Tag etwas Neues erlebt: Ich genieße das sehr!

Der amerikanische Markt ist ein anderer als der deutsche. Auf welche Schwierigkeiten stößt man da?

Unsere drei großen Konkurrenten sind seit langer Zeit sehr gut etabliert. Es ist deshalb nicht immer ganz einfach, als relativ neuer Mitspieler seine Position zu festigen. Dennoch operieren wir nach der Devise: Wir schneiden uns die jeweils für uns interessanten Stücke vom Kuchen ab! Außerdem legen wir großen Wert darauf, unsere Kunden mit außerordentlichem Service zu unterstützen. So können wir uns von der Konkurrenz absetzen.

Wo sehen Sie Ihre größten Chancen für die Zukunft?

Wir sind guter Dinge, dass wir das Geschäft mit unseren sehr hochwertigen VMP-Produkten ausbauen können. Der Bedarf und das Interesse an chromähnlichen Effekten steigen sowohl im Druck- als auch im Lackbereich.

Wie haben Sie denn das Krisenjahr 2008 aus amerikanischer Sicht erlebt?

2008 hatten wir noch einigermaßen glimpflich überstanden, unser Geschäft ist aber 2009 deutlich eingebrochen. 2010 konnten wir das wettmachen und sind seither wieder auf Wachstumskurs.

Was war die größte berufliche Herausforderung für Sie in den USA?

Für mich als Verkäufer war es der Umgang mit den amerikanischen Kunden. Sie haben eine sehr hohe Erwartungshaltung, was den Service betrifft. Muster oder Aufträge sollen am besten gleich am nächsten Tag erledigt sein. Außerdem habe ich anfangs eine ablehnende Haltung gegenüber einem nicht lokalen Lieferanten gespürt. Das stand in völligem Kontrast zu meinen Erfahrungen in Asien, wo man als europäischer Lieferant mit offenen Armen empfangen wird.

Auch wenn sich Ihr Job nach jeder Menge Arbeit anhört, finden Sie hoffentlich noch Zeit für Freizeitaktivitäten?

Da ich nach wie vor viel für die Firma unterwegs bin, versuche ich meine freie Zeit hauptsächlich mit der Familie zu verbringen.

Jetzt noch eine rein hypothetische Frage: Angenommen, Sie hätten die Möglichkeit, in eine Zeitmaschine zu steigen. In welches Jahr würden Sie reisen?

In die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals war die industrielle Revolution in vollem Gange und es wurden so unentbehrliche Dinge wie Glühbirne, Telefon und Automobil erfunden. Ich stelle mir diese Zeit sehr spannend vor. Und wenn ich schon dort wäre, würde ich auch mal bei der Gründung der Firma SCHLENK vorbeischauen.

Das Interview führte Monika Meyer


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