Leben in Bewegung

Kooperationsaktion von Realschule und SCHLENK

Die Carl SCHLENK AG und die Wilhelm von-Stieber-Realschule Roth haben offiziell eine enge Kooperation geschlossen. Die feierliche Unterzeichnung im Werk Barnsdorf war verbunden mit einer Ausstellung unter freiem Himmel der Werkklasse 9h.

Vertreter der Rother Realschule und des Barnsdorfer Unternehmens Carl Schlenk AG freuen sich über die just vollzogene und offiziell besiegelte Kooperation.

Unter dem Motto „Bewegung – Leben ist Bewegung und ohne Bewegung findet Leben nicht statt“ (Moshé Feldenkrais) hatten Schulleiter Norbert Valta und Dr. Daniela von SCHLENK nach Barnsdorf eingeladen. In einer lockeren, doch auch festlichen Stimmung, führten die Schulsprecher Leonie Schoplocher und Tobias Liebel professionell durch das Programm.

Landrat Herbert Eckstein würdigte die Kooperation, von der Schule und Betrieb gleichermaßen profitieren könnten. Im Hinblick auf die der Vertragsunterzeichnung folgende Vernissage von Schülerarbeiten im Garten des Unternehmens, bedauerte er allgemein, dass die Entwicklung von Schülern zu sehr an Hauptfächer und Notenentwicklung gebunden sei. Kunst und Musik würden somit schnell zur Nebensache. Aber gerade in diesen Fächern könnten individuelle Fähigkeiten entdeckt werden, wie dies in der Ausstellung ausdrucksstark zu sehen wäre.

Ein Film von Auszubildenden und Mitarbeitern der SCHLENK AG, der eigens auf die Realschüler zugeschnitten war, zeigte auf, dass viele Mitarbeiter und Azubis der Firma einst in der Rother und der Hilpoltsteiner Realschule sowie in den beiden Gymnasien ihre Abschlüsse abgelegt haben. Im Anschluss daran folgte ein Interview mit einigen SCHLENK-Mitarbeitern, das der jüngste Moderator des Abends, Adrian Lepaja, führte.

Die Auszubildenden Laura Seifert, Luisa Krah und Simone Damaschek sowie der junge SCHLENK-Mitarbeiter Michael Hasselbacher berichteten hierbei, warum sie ihre Ausbildung bei SCHLENK absolvieren wollten und über ihre eigenen Erfahrungen im Unternehmen und in ihrer Ausbildung.

Aber auch erfahrene Mitarbeiter boten launige Einblicke in ihre persönliche SCHLENK-Karriere. Beispiel Thomas Teck. Nach seiner Mittleren Reife 1996 begann er bei der Carl SCHLENK AG eine Ausbildung als Industriekaufmann. Heute ist er Leiter des Einkaufs. Oder Hans Bittl, der nach seinem Abschluss 1978 in Barnsdorf seine Ausbildung begann. Heute ist er Vertriebsleiter des Unternehmens. Beide erhielten zudem Möglichkeiten, sich ständig fortzubilden und sich somit besser zu qualifizieren. Heute wird besiegelt, was schon länger angedacht ist und bereits praktiziert wird“, sagte Dr. Daniela von SCHLENK und bedankte sich bei der Schule für die Möglichkeit, diese Kooperation eingehen zu können. Eine Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen schlage eine Brücke zwischen Theorie und Praxis. „Die einzelnen Berufe sind viel komplexer und komplizierter geworden und wir brauchen immer mehr Spezialisten, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und im globalen Wettbewerb bestehen zu können“; so Daniela von SCHLENK. Es sei wichtig, junge Menschen für die zukunftsorientierte Branche zu begeistern und gewinnen zu können. Als Technologieland sei Deutschland so erfolgreich. Um diesen Wohlstand erhalten zu können, brauche man starke Allianzen, starke Partner, so wie diese Schulpartnerschaft.

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, begann Schulleiter Norbert Valta seine Rede. Die Schule müsse sich den Veränderungen der modernen Berufswelt stellen. Und sie tue dies auch. Deshalb sei es wichtig, Verbindungen zu den Betrieben vor Ort herzustellen. Er bedankte sich bei verschiedenen Lehrkräften, die die Kooperation forciert hätten. Valta selbst habe bei einer Betriebsführung, an der auch weitere Lehrkräfte teilnahmen, im Werk Barnsdorf viele ehemalige Schüler angetroffen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit auf vielfältigste Weise und bin stolz auf diese Kooperation.“

„Wer etwas erreichen möchte, erreicht auch was“ betonte Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer und verwies auf die Schulen vor Ort, „die gut aufgestellt sind“. Und er sei stolz, einen Global Player wie die Firma SCHLENK hier zu haben.

Ausschnitt der 2 m x 0,5 m großen Gemälde

Nach dem Höhepunkt der Feier, der gemeinsamen Unterzeichnung der Kooperationsurkunde, gab Kunst- und Werklehrerin Sandra Ott eine kurze Einführung zur Ausstellung. „Der Mensch soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlässt er auch zu malen, was er vor sich sieht“, zitierte sie Caspar David Friedrich. Begeistert sei sie von der Kreativität ihrer Werkklasse.

Die Bewegung stand bei den ausgestellten Werken im Mittelpunkt. Körperstudien brachten für die Realisierung das nötige Knowhow. An der Ausstellung beteiligt waren Alrun Noderer, Evelyn Schuster, Laura Ullinger, Pia Heß, Khadijah Hörldt, Michelle Hartmann, Jessica Hall, Annika Engelhardt, Nicole Gaenkov, Lucia Ancora und Charlotte Hutzler. Die Motive auf lebensgroßen Tafeln erstreckten sich von „einer auf grünem Hintergrund schwebenden Ballerina“, „Schmetterlinge in Popart“ über „auf blauem Hintergrund aufsteigende Schwimmerin“ bis hin zu „Eulen, die im Pulk schwärmen“. „Männern, die in Reihen stehen“, „Figuren, die sich ineinander schlingen“ und einer Aufschrift „HERZSCHLAG auf rotem Hintergrund“ – all diese Kunstwerke waren im Garten hinter dem gläsernen Kubus des Unternehmens der Geländestruktur folgend aufgestellt. „Kleinere Fahnen“ zum Thema hingen im Innenraum, Kunstbretter auf Notenpulten begrüßten die Besucher bereits am Eingang zum Gelände.

Musikalisch umrahmte die festliche Veranstaltung Julia Rosignuolo auf dem Piano. Das Catering, das in Kooperation von SCHLENK und Realschule Roth gestellt wurde, rundete den stimmungsvollen Abend ab.

Quelle: RHV . R. Kiefer